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Wann liegt grobes Verschulden nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO vor?

Der BFH muss in der vor­lie­gen­den Re­vi­si­on VI R 24/17, Vor­in­stanz FG Baden - Würt­tem­berg, Ur­teil vom 17.02.2016, 4 K 1838/14, die Frage des gro­ben Ver­schul­dens klä­ren. Das FG sah im fol­gen­den Fall kein Ver­schul­den, die Fi­nanz­ver­wal­tung will dies vom BFH klä­ren las­sen.

Liegt gro­bes Ver­schul­den vor, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge die von sei­nem steu­er­li­chen Be­ra­ter vor­be­rei­te­te Steu­er­er­klä­rung nicht über­prüft (hier: un­rich­ti­ge Höhe des Ar­beits­lohns eines Grenz­gän­gers in die Schweiz wegen ent­hal­te­ner Kin­der­zu­la­ge)?

Han­delt ein Steu­er­be­ra­ter stets grob fahr­läs­sig, wenn er einen Sach­ver­halt bei der Er­stel­lung der Steu­er­er­klä­rung nicht an­hand der­je­ni­gen Un­ter­la­gen er­mit­telt, die im Steu­er­er­klä­rungs­vor­druck aus­drück­lich er­wähnt sind (hier: Ge­halts­mit­tei­lun­gen), und eine im Steu­er­er­klä­rungs­for­mu­lar ge­stell­te Frage (hier: nach der steu­er­frei­en Kin­der­zu­la­ge) nicht be­ant­wor­tet?

(Stand: 28.08.2017)