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Steuerermäßigung bei Unterbringung in einem Pflegeheim – Urteil

Der BFH hatte mit Ur­teil vom 03.04.2019, VI R 19/17 dar­über zu ent­schei­den ob Auf­wen­dun­gen, die der Klä­ger für den Auf­ent­halt sei­ner Mut­ter in einem Se­nio­ren­heim über­nom­men hatte, nach § 35a EStG steu­er­min­dernd gel­tend ge­macht wer­den kön­nen.

Der Klä­ger mach­te die Kos­ten für Pfle­ge und Ver­pfle­gung sei­ner Mut­ter steu­er­min­dernd gel­tend.
Die ta­rif­li­che Ein­kom­men­steu­er für haus­halts­na­he Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se oder für die In­an­spruch­nah­me von haus­halts­na­hen Dienst­leis­tun­gen er­mä­ßigt sich auf An­trag um 20 %, höchs­tens 4.000 Euro, der Auf­wen­dun­gen des Steu­er­pflich­ti­gen. Diese Steu­er­er­mä­ßi­gung gilt auch für die In­an­spruch­nah­me von Pfle­ge- und Be­treu­ungs­leis­tun­gen sowie für Auf­wen­dun­gen, die dem Steu­er­pflich­ti­gen wegen Un­ter­brin­gung in einem Heim oder zur dau­ern­den Pfle­ge er­wach­sen, so­weit darin Kos­ten für Dienst­leis­tun­gen ent­hal­ten sind, die denen einer Hilfe im Haus­halt glei­chen.

In die­sem Streit­fall be­stä­tig­te der BFH je­doch die Ent­schei­dung des FG Hes­sen (Ur­teil vom 28.02.2017; 9 K 400/16).

Die gel­tend ge­mach­ten Auf­wen­dun­gen wur­den dem­nach zu Recht nicht steu­er­min­dernd an­er­kannt, da es sich nicht um Kos­ten für die ei­ge­ne Un­ter­brin­gung im Heim oder die ei­ge­ne Pfle­ge des Klä­gers han­del­te, son­dern um Auf­wen­dun­gen für die Un­ter­brin­gung sei­ner Mut­ter.

(Stand: 13.02.2020)