Brandschutz – Was kann von der Steuer abgesetzt werden?

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Welche Kosten im Hinblick auf das Thema Brandschutz sind abzugsfähig?

Feuerlöscher
Verschiedene Kosten rund um Brandschutz und den dazugehörigen Versicherungen können im Rahmen von Werbungskosten abgesetzt werden.

Die Arbeitskosten, die bei der regelmäßigen Instandhaltung von Feuerlöschern, Rauchwarnmeldern oder anderen Brandschutzeinrichtungen anfallen, können steuerlich berücksichtigt werden.

Rauchmelder

Vermieter können sogar sämtliche Kosten als Werbungskosten abziehen. Beispielsweise können die Kosten im Zusammenhang mit der Installation eines Rauchmelders als Werbungskosten abgesetzt werden. Darunter zählen zum einen die Kosten für die Rauchmelder selbst und zum anderen die Kosten für den Einbau, falls dieser nicht selbst vorgenommen wurde. Als Nachweis dienen die entsprechenden Rechnungen.

Im Gegensatz dazu sind die Kosten für den Kauf eines Rauchmelders in privat genutzten Wohnungen oder Häusern privat veranlasst und können daher nicht als Werbungskosten abgezogen werden. Jedoch können die Handwerkerkosten für den Einbau des Rauchmelders als Handwerkerleistungen gem. § 35a EStG in der Einkommensteuererklärung angesetzt werden.

Die Kosten für einen Rauchmelder in einem Arbeitszimmer dürfen vollständig (flächenanteilig) abgesetzt werden.

Brandversicherung

Grundsätzlich ist die Brandversicherung nicht abzugsfähig. Jedoch kann diese berücksichtigt werden, wenn es sich um Werbungskosten handelt. Das bedeutet, dass bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung die Brandversicherung als Werbungskosten berücksichtigt werden können.

Feuer-Rohbauversicherung

Eine Feuer-Rohbauversicherung schützt den Rohbau gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion. Auch diese Kosten können nur als Vermieter im Rahmen der Werbungskosten der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung angesetzt werden.

Feuerlöscher

Die Kosten für die Wartung eines Feuerlöschers können nach § 35a EStG in der Steuererklärung berücksichtigt werden.
Nicht begünstigt ist die Anschaffung des Feuerlöschers, außer es handelt sich um Werbungskosten im Rahmen von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.

Handwerkerleistungen gem. § 35a EStG

Nach § 35a EStG dürfen Steuerpflichtige haushaltsnahe Dienstleistungen i. H. v. 20 % der Aufwendungen von der Einkommensteuer absetzen. Dazu zählen Arbeitskosten, wie beispielsweise Löhne und Fahrtkosten, jedoch nicht die Materialkosten.

Der Höchstbetrag jährlich beträgt hierfür 1.200 €. Weitere Voraussetzung für den Abzug gem. § 35a EStG ist das Vorliegen einer Rechnung und die Überweisung des Rechnungsbetrages auf ein Konto des Leistungserbringers, also die bargeldlose Zahlung.

(Stand: 22.09.2020)

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