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Steuertipps für Studenten

(Stand: 10.05.2016)

Steuertipps für Studenten

Können Studenten die Kosten ihres Studiums von der Steuer absetzen?

Ja, auch wenn Studenten während des Studiums nichts oder nur wenig verdienen, können sie durch das Abgeben einer Steuererklärung jede Menge Geld sparen. Doch nur, wenn die Studienkosten als Verluste beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Möglich ist dies durch den sogenannten Verlustvortrag: Die Verluste, die während des Studiums entstanden sind, werden kumuliert. Sobald Einnahmen aus dem ersten Job erzielt werden, werden die Verluste damit verrechnet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In manchen Fällen kann dadurch eine Erstattung von mehreren tausend Euro herauskommen.

Welche Studenten können von dem Verlustvortrag profitieren?

Begünstigt sind:
Studenten im Erststudium nach abgeschlossener Berufserstausbildung,
Studenten, die berufsbegleitend studieren, sog. duale Studiengänge,
Studenten im Zweitstudium (dazu zählt auch der Master) sowie  Doktoranden.
Diese Studenten dürfen alle Kosten, die mit dem Studium in Zusammenhang stehen, als Verluste geltend machen. Wichtig ist hierbei, dass für jedes Jahr ein Antrag auf Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrags gestellt wird. Wird ein Jahr ausgelassen, ist der bisher festgestellte Verlust verloren.

Was gilt als berufliche Erstausbildung?

Seit 2015 wird eine Berufsausbildung als Erstausbildung nur dann anerkannt, wenn es sich um eine Vollzeitausbildung handelt, diese mindestens 12 Monaten dauert und mit einer Abschlussprüfung durchgeführt wird. Hierzu zählt auch ein Erststudium. Eine fünfmonatige Ausbildung zur Flugbegleiterin reicht hingegen jetzt nicht mehr aus.

Was können Studenten im Erststudium tun?

Auch sie sollten die Belege für die Studienkosten sammeln. Da erhebliche steuersystematische und verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Ungleichbehandlung der Studienkosten von Studenten im Erststudium bzw. in der Zweitausbildung bestehen, sind hiergegen mehrere Verfahren vor dem BFH anhängig. Dieser hat die Entscheidung hierüber jedoch an das Bundesverfassungsgericht 2 BvL 22/14, - 24/14 weitergereicht. Eine Entscheidung hierüber ist jedoch 2016 nicht mehr zu erwarten.

Es lohnt sich dennoch einen Antrag auf Verlustfeststellung abzugeben. Alle Bescheide bleiben in diesem Punkt offen. Wenn positiv zugunsten der Studenten entschieden werden sollte, werden diese Bescheide geändert.

Bis dahin bleibt es für Studenten im Erststudium bei einem Sonderausgabenabzug von maximal 6.000 Euro pro Jahr. Dieser wirkt sich nur aus, wenn das zu versteuernde Einkommen im Jahr 2016 den Grundfreibetrag von 8.652 Euro übersteigt.

Warum es sich lohnt, jetzt noch einen Antrag für 2009 zu stellen

Anträge auf Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrags können rückwirkend für bis zu sieben Jahre abgegeben werden – bis Ende 2016 können noch alle Anträge bis einschließlich 2009 eingereicht werden.

Vorteil: Für die Jahre 2009 bis 2013 gilt noch das alte Reisekostenrecht, damals galt die Uni als auswärtige Tätigkeitsstätte. Damit können sämtliche Fahrtkosten und erhebliche Mehraufwendungen für die Verpflegung geltend gemacht werden. In einigen Fällen werden sogar die Unterkunftskosten am Studienort anerkannt. Ganz besonders lohnt sich das, wenn Kosten für ein Auslandssemester angefallen sind.

Jobben und Kindergeld?

Seit Anfang 2012 gibt es zwar für Kinder unter 25 Jahren in Erstausbildung keine Einkommensgrenzen mehr, aber nach einer abgeschlossenen Erstausbildung muss nun eine sogenannte "schädliche Erwerbszeitgrenze" beachtet werden. Vereinfacht besagt diese, dass nach abgeschlossener Erstausbildung - also zum Beispiel nach dem Bachelor-Studium - nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich im Durchschnitt des Kalenderjahres und nicht mehr als zwei Monate im Jahr Vollzeit gearbeitet werden darf. Wird diese Grenze überschritten wird den Eltern das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag ganz bzw. anteilig gestrichen.

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