Menü


Steuertipps > Beruf & Ausbildung > Steuererklärung: Abgabepflicht für Studenten

Steuererklärung: Abgabepflicht für Studenten

Student in Bücherei
Auch Studenten sind unter gewissen Voraussetzungen zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet

Grundsatz:

Studenten/-innen sind grundsätzlich nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Hierbei gibt es jedoch auch Ausnahmen, welche wir Ihnen nachfolgend kurz erläutern:

Pflichtabgabe der Steuererklärung

Sofern Sie mindestens einen der unten genannten Punkte erfüllen, sind Sie verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben:

  • Sie haben mehrere Arbeitgeber und befinden sich daher in Steuerklasse VI
  • Sie sind selbständig tätig und der Gesamtbetrag der Einkünfte übersteigt den Grundfreibetrag (2018: 9.000 €, 2017: 8.820 €)
  • Sie erzielen Einkünfte aus Vermietung oder Kapitalvermögen, welche den Grundfreibetrag übersteigen (2018: 9.000 €, 2017: 8.820 €)
  • Wenn in ELStaM Freibeträge eingetragen wurden

Die Steuererklärung muss im Falle einer Pflichtabgabe bis spätestens 31. Juli des Folgejahres eingereicht werden.

Freiwillige Abgabe der Steuererklärung:

Studenten/Studentinnen, die ein duales Studium oder einen Nebenjob ausüben, einen Job während der Semesterferien ausführen oder ein bezahltes Praktikum absolvieren, können freiwillig eine Steuererklärung abgeben, sofern es bei der Tätigkeit zu einem Lohnsteuerabzug kommt.

Beispiele:

1. Beispiel: Bachelorstudium ohne zuvor abgeschlossene Berufsausbildung (12 Monate mit Prüfung)
Es ist lediglich ein Abzug von Sonderausgaben bis zu 6.000 € im jeweiligen Veranlagungszeitraum möglich (ohne Verlustvortrag). Somit profitieren Studenten/Studentinnen mit geringem bis keinem Einkommen nur sehr wenig davon (derzeit aber anhängiges Verfahren vor dem BVerfG, Az. 2 BvL 22-27/14).

2. Beispiel: Studenten im Erststudium nach abgeschlossener Berufsausbildung, Zweitstudium (auch Master), Doktoranden
Werbungskosten:
Hierbei ist ein unbegrenzter Abzug aller im Zusammenhang mit dem Studium anfallenden, beruflich bedingten Kosten ohne Höchstgrenze möglich. Es kann ein Verlustvortrag erstellt werden, das heißt die Kosten werden abgezogen, sobald Einkünfte aus einer zukünftigen Berufstätigkeit erzielt werden (vorweggenommene Werbungskosten).

Bei freiwilliger Abgabe einer Steuererklärung kann diese bis zu 4 Jahre rückwirkend eingereicht werden. Bei Abgabe einer Erklärung zur Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrags kann dies bis zu 7 Jahre rückwirkend abgegeben werden.

(Stand: 04.03.2019)

Mitarbeiter für eine Beratungsstelle gesucht
Stadt Siegen

Für eine Beratungsstelle in Siegen suchen wir aktuell Mitarbeiter. 

→ Weitere Informationen ansehen

Mitarbeiter gesucht!