Selbst erbrachte Pflegeleistungen sind keine außergewöhnlichen Belastungen

Menü


Steuertipps > Gesundheit & Leben > Selbst erbrachte Pflegeleistungen sind keine außergewöhnlichen Belastungen

Selbst erbrachte Pflegeleistungen sind keine außergewöhnlichen Belastungen

(Stand: 02.06.2015)

Die Richter des Finanzgerichts Münster haben in Ihrem Urteil vom 15.04.2015 - Az. 11 K 1276/13 E; den Ansatz von selbst erbrachten Pflegeleistungen als fiktive außergewöhnliche Belastungen abgelehnt.

Im entschiedenen Urteil hat eine angestellte Ärztin ihren Vater gepflegt, der die Pflegestufe 2 hatte. Sie machte für die Stunden der Pflege ihren Stundensatz für den Bereitschaftsdienst i.H.v. 29,84 Euro geltend.

Die Richter lehnten dies ab, da der klare Gesetzeswortlaut des § 33 Abs. 1 Satz 1 EStG nur "Aufwendungen" (= Geldausgaben und Sachzuwendungen) erfasst. Die Klägerin hat keine solchen Aufwendungen getragen: Vielmehr hat sie selbst Pflegeleistungen an ihren Vater erbracht. Eine solche unentgeltlich erbrachte eigene Arbeitsleistung fällt, soweit im Rahmen der Arbeit keine finanziellen Aufwendungen im Sinne des § 33 Abs. 1 EStG anfallen, nicht unter den Begriff der außergewöhnlichen Belastung.


Finden Sie Ihren persönlichen Berater

Haben Sie weitere Fragen und möchten sich persönlich beraten lassen? Dann finden Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner vor Ort aus rund 1.200 Beratungsstellen. 

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Lohnsteuerhilfeverein Beratungsstellenleiter/in suchen

Beratungsstellensuche







Mitarbeiter für eine Beratungsstelle gesucht
Stadt Siegen

Für eine Beratungsstelle in Siegen suchen wir aktuell Mitarbeiter. 

→ Weitere Informationen ansehen

Mitarbeiter gesucht!