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Regelmäßige Arbeitstätte bei Studenten und Auszubildenden

(Stand: 13.04.2012)

  • Der BFH hat am 09.02.2012 in seinem Urteilen VI R 42/11 und VI R 44/10 entschieden, dass eine Bildungseinrichtung und damit auch eine Hochschule (Universität) nicht als regelmäßige Arbeitsstätte anzusehen ist, auch wenn diese häufig über einen längeren Zeitraum hinweg zum Zwecke eines Vollzeitunterrichts oder -studiums aufgesucht wird. Dies wurde in der Pressemitteilung des BFH am 28.03.2012 veröffentlicht.
  • Der BFH hat in der Sache VI R 44/10 die Fahrtkosten einer Studentin zur Hochschule (Universität) im Rahmen eines Zweitstudiums als vorweggenommene Werbungskosten zum Abzug zugelassen.
  • In dem Verfahren VI R 42/11 hat der BFH die Aufwendungen eines Zeitsoldaten für Fahrten zur Ausbildungsstätte, die im Rahmen einer vollzeitigen Berufsförderungsmaßnahme angefallen waren, ebenfalls in tatsächlicher Höhe berücksichtigt.
  • Der BFH weist auch darauf hin, dass eine Berufsausbildung i.S. des Steuerrechts nicht nur vorliegt, wenn der Steuerpflichtige im dualen System oder innerbetrieblich Berufsbildungsmaßnahmen durchläuft. Allein maßgebend kann nur sein, ob die Ausbildung berufsbezogen ist und eine Voraussetzung für die geplante Berufsausübung darstellt. Diese Grundsätze gelten auch nach den Neuregelungen in § 4 Abs. 9, § 9 Abs. 6 und § 12 Nr. 5 EStG durch das BeitrRLUmsG unverändert fort.
  • Nun können für die Fahrten zur Universität oder zum Ausbildungsbetrieb die tatsächlichen Kosten oder alternativ 0,30 Euro als Werbungskosten geltend gemacht werden. Dies gilt, im Gegensatz zur früheren Rechtslage, für die Hin- und Rückfahrt. Hiervon profitieren in erster Linie Steuerpflichtige in einer Zweitausbildung, in einem Ausbildungsdienstverhältnis oder Steuerpflichtige, bei denen das Studium im Rahmen eines Dienstverhältnisses stattfindet.
  • Beachten Sie, dass nur Kosten anerkannt werden, die der Steuerpflichtige selbst getragen hat.
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