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Regelmäßige Arbeitsstätte bei LKW-Fahrer

(Stand: 13.07.2012)

  • Der BFH hat mit Urteil vom 28.03.2012, VI R 48/11, entschieden, dass ein im Ausland tätiger Fernfahrer, der in der Schlafkabine seines LKW übernachtet, nicht die Übernachtungspauschalen für Auslandsdienstreisen als Werbungskosten geltend machen kann. Dies würde zu einer unzutreffenden Besteuerung führen. Abziehbar sind die tatsächlich angefallenen Aufwendungen!
  • Liegen Einzelnachweise nicht vor, so ist ihre Höhe zu schätzen. Im Streitfall hatte der Kläger arbeitstäglich Übernachtungskosten in Höhe von 5 Euro angesetzt.
  • Der BFH hat in demselben Fall ferner entschieden, dass ein Fernfahrer die Kosten für die Fahrten von der Wohnung zum LKW (LKW-Wechselplatz) in der tatsächlich angefallenen Höhe als Werbungskosten abziehen darf, (pauschal 30 Eurocent pro Kilometer). Der LKW-Wechselplatz ist keine regelmäßige Arbeitsstätte, weil es sich nicht um eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers handelt und auch der LKW selbst ist keine regelmäßige Arbeitsstätte, weil das dafür erforderliche Merkmal einer ortsfesten Einrichtung nicht gegeben ist.
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