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Neuregelung der Verspätungszuschläge ab dem VZ 2018

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§ 152 AO wurde mit Wirkung zum 01.01.2019 neu gefasst. Gemäß der AEAO ist dieser erstmals für Steuererklärungen anzuwenden, die nach dem 31.12.2018 abzugeben sind.

Ab dem Veranlagungszeitraum 2018 ist in § 152 AO gesetzlich geregelt, wann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag zwingend erheben muss. Das ist insbesondere der Fall, wenn

  • die Steuererklärung für ein Kalenderjahr 14 Monate später noch nicht abgegeben wurde,
  • das Finanzamt jedes Mal mahnt und die Steuererklärung dennoch verspätet abgegeben wird,
  • die Steuererklärung nicht innerhalb der beantragten Fristverlängerung abgegeben wird.

Das Finanzamt muss in diesem Fall zwingend einen Verspätungszuschlag erheben.

Hiervon gibt es drei Ausnahmen:

  • das Finanzamt gewährt die beantragte Fristverlängerung,
  • die Steuer wird auf 0 Euro oder auf einen negativen Betrag festgesetzt,
  • die zu zahlende Steuer ist nicht höher als die festgesetzten Vorauszahlungen.

Wird die Steuererklärung zu spät abgegeben, hat das Finanzamt keinen Spielraum mehr. Der Verspätungszuschlag muss entsprechend der gesetzlichen Regelung festgesetzt werden.

Ausnahme:

War es jedoch auf Grund von Krankheit, Todesfällen und andere Unglücksfällen nicht möglich, die Fristen einzuhalten, so wird kein Verschulden angenommen.

Ab 2018 beträgt der Verspätungszuschlag bei Steuererklärungen 0,25 % der festgesetzten Steuer, mindestens 25 Euro für jeden angefangenen Monat der Verspätung.

Der Verspätungszuschlag kann jedoch vermieden werden, wenn fristgemäß eine unvollständige Steuererklärung abgeben wird oder ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt wird.

(Stand: 15.03.2019)

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