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Kindergeld ab 2012 – BMF-Schreiben vom 07.12.2011

(Stand: 26.06.2012)

  • Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres erhalten Eltern die staatliche Förderung durch Kindergeld, Freibeträge für Kinder und davon abhängige steuerrechtliche Vergünstigungen ohne besondere Voraussetzungen.
  • Ab dem 18. Geburtstag muss ein bestimmter Grund vorliegen, damit die Förderung weiterläuft.
  • Eltern bekommen für ein volljähriges Kind nur dann Kindergeld, wenn es sich z.B.

    • in Ausbildung befindet,
    • noch einen Ausbildungsplatz sucht,
    • in einer Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten ist oder
    • ein anderer Berücksichtigungsgrund vorliegt.

  • Die Einkommensgrenze und die komplizierte und umfangreiche Berechnung der Einkünfte und Bezüge für volljährige Kinder fallen ab 2012 weg.
    Die Höhe des Einkommens des Kindes ist jetzt egal. Auch die Höhe des Vermögens des Kindes spielt keine Rolle. Liegt ein Berücksichtigungsgrund vor, stehen den Eltern das Kindergeld und die steuerlichen Vergünstigungen für Kinder zu.
  • Es sind nun jedoch einige Besonderheiten hinsichtlich der Berufsausbildung neu eingeführt worden. Bis 2011 wurde z.B. nicht unterschieden, ob sich das Kind in der ersten Berufsausbildung befindet oder ob es schon eine zweite Berufsausbildung absolviert. Die Regeln zur Einkommensgrenze waren in beiden Fällen gleich. Ab 2012 wird sehr genau zwischen erster und zweiter Berufsausbildung unterschieden.
  • Während der ersten Berufsausbildung spielt es keine Rolle mehr, ob ein Kind (z.B. neben dem Studium) jobbt und wie viel es dabei verdient.
    Das Kind befindet sich noch in der ersten Berufsausbildung solange die Ausbildung noch nicht durch eine Prüfung abgeschlossen ist. Beispiele:
    Ausbildung zum Rettungssanitäter:
    Wurde diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, liegt eine erstmalige Berufsausbildung vor.
    Bachelor-Studium:
    Mit erfolgreichem Abschluss ist die erste Berufsausbildung beendet. Das Master-Studium ist eine weitere Ausbildung.
  • Anders ist es bei der zweiten Berufsausbildung:
    Das Kind darf dann nicht mehr als 20 Stunden pro Woche erwerbstätig sein oder nur einen Mini-Job ausüben. Ein Ausbildungsdienstverhältnis ist jedoch unschädlich.
  • Nach dem Gesetz ist eine Erwerbstätigkeit bis zu einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 20 Stunden unschädlich. Hierbei ist nach Auffassung der Verwaltung die mit dem Kind vertraglich vereinbarte Arbeitszeit entscheidend.
    Zu der Erwerbstätigkeit zählen die nichtselbständige Arbeit, die Land- und Forstwirtschaft, die gewerbliche Tätigkeit sowie die selbstständige Tätigkeit. Einkünfte aus Kapitalvermögen und aus Vermietung und Verpachtung zählen nicht als Erwerbstätigkeit.
    Beispiel:
    Die 21-jährige A hat am 30.06.2011 ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen. Ihr Ausbildungsbetrieb hat sie übernommen, sie arbeitet dort seitdem in Vollzeit. Am 01.03.2012 hat sie mit einem Fernstudium begonnen.
    A ist seit dem 01.03.2012 dem Grunde nach als Kind in Ausbildung zu berücksichtigen. Die Familienkasse wird für sie jedoch kein Kindergeld zahlen. Denn sie hat ihre erste Berufsausbildung abgeschlossen und darf daher während ihrer weiteren Ausbildung keiner schädlichen Erwerbstätigkeit nachgehen.
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