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Häusliches Arbeitszimmer bei einem Pool- oder Telearbeitsplatz

(Stand: 10.06.2014)

  • Hierzu hat der BFH am 26.02.2014 in zwei Urteilen - VI R 37/13 und VI R 40/12 - Stellung genommen.
  • Im Fall VI R 37/13 hatte der Kläger, ein Großbetriebsprüfer eines Finanzamtes, an der Dienststelle keinen festen Arbeitsplatz, sondern teilte sich für die vor- und nachbereitenden Arbeiten der Prüfungen mit weiteren sieben Großbetriebsprüfern drei Arbeitsplätze, sog. Poolarbeitsplätze. Das Finanzgericht gab der Klage statt. Der BFH bestätigt die Vorentscheidung des Finanzgerichts. Die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer sind abzugsfähig, da der Poolarbeitsplatz an der Dienststelle dem Kläger nicht in dem zur Verrichtung seiner gesamten Innendienstarbeiten (Fallauswahl, Fertigen der Prüfberichte etc.) konkret erforderlichen Umfang zur Verfügung stand. Dies muss aber nicht bei jedem Poolarbeitsplatz so sein. Der BFH stellt klar, dass ein Poolarbeitszimmer ein anderer Arbeitsplatz sein kann und zwar dann, wenn bei diesem aufgrund der Umstände des Einzelfalls - ausreichende Anzahl an Poolarbeitsplätzen, ggf. dienstliche Nutzungseinteilung etc. - gewährleistet ist, dass der Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit in dem konkret erforderlichen Umfang dort erledigen kann.
  • Der Fall VI R 40/12 betraf einen Kläger, der sich einen sog. Telearbeitsplatz eingerichtet hatte, in dem er vereinbarungsgemäß montags und freitags seine Arbeitsleistung erbrachte. Nach Ansicht des Finanzgerichts entspreche der Telearbeitsplatz nicht dem Typus des häuslichen Arbeitszimmers. Der BFH wies die Klage ab. Der vom Kläger genutzte Telearbeitsplatz entsprach grds. dem Typus des häuslichen Arbeitszimmers und dem Kläger stand an der Dienststelle auch jederzeit ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung. Die Nutzung des dienstlichen Arbeitsplatzes war tatsächlicher Hinsicht in keiner Weise eingeschränkt.
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