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Fahrtkosten – Studenten und Auszubildende

(Stand: 09.01.2017)

viele Menschen

Nicht nur Arbeitnehmer können Fahrtkosten in ihrer Steuererklärung ansetzen. Auch Auszubildende oder Studenten können ihre Aufwendungen für die Fahrt zur Arbeit, zur Berufsschule oder zur Uni steuerlich geltend machen.

Fahrtkosten eines Auszubildenden

Genau wie bei einem Arbeitnehmer kann es sein, dass ein Auszubildender entweder mit dem PKW oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu seinem Ausbildungsbetrieb fahren muss.

Für diesen Weg zum Ausbildungsbetrieb (= erste Tätigkeitsstätte) kann er die Pendlerpauschale ansetzen. Das heißt, für jeden einfachen Entfernungskilometer kann er 0,30 € als Pauschale geltend machen.

Anders ist es bei dem Weg zur Berufsschule. Egal ob diese ein- bis zweimal wöchentlich oder im Blockunterricht zusammenhängend stattfindet, kann der Auszubildende hier die Fahrten als Dienstreise ansetzen. Das heißt, jeder gefahrene Kilometer, also sowohl die Hinfahrt als auch die Rückfahrt zur Berufsschule, kann mit 0,30 € als Fahrtkosten geltend gemacht werden.

Neben den Fahrtkosten zum Ausbildungsbetrieb oder zur Berufsschule können auch Fahrtkosten zu Lehrgängen oder Kursen, die neben dem eigentlichen Arbeitsverhältnis besucht werden, in der Steuererklärung mit der Dienstreisepauschale geltend gemacht werden.

Neben den Fahrtkosten kann der Auszubildende auch mögliche Reisenebenkosten und gegebenenfalls notwendige Kosten für eine Übernachtung am Berufsschulort in der Steuererklärung angeben. Dies betrifft vor allem Auszubildende mit Blockunterricht.

Fahrtkosten während eines Studiums

Auch ein Student kann die Kosten für die Fahrt zur Hochschule in der Steuererklärung ansetzen. Bis 2014 konnte ein Student noch jeden gefahren Kilometer mit 0,30 € als Fahrtkosten angeben, also sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt. Diesen steuerlichen Vorteil haben die Studenten ab 2014 nicht mehr.

Seit der Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2014 können Studenten ebenfalls nur noch die einfache tägliche Strecke zur Hochschule mit 0,30 € von der Steuer absetzen.

Duales Studium

Für ein duales Studium gelten etwas andere Regelungen. Wie auch bei einem normalen Studium kann der Weg von zu Hause zur Hochschule nur mit der Entfernungspauschale angesetzt werden, da die Hochschule als „erste Tätigkeitsstätte“ per Gesetz festgelegt wurde.

Für den Weg von zu Hause bis zur Arbeitsstätte können aber die gesamten gefahrenen Kilometer, also der Weg hin zum Betrieb und der Weg zurück nach Hause, geltend gemacht werden, da der Betrieb als vorübergehende Tätigkeitsstätte gilt.

Wie viele Fahrten können angegeben werden?

Für Arbeitnehmer, die regelmäßig eine 5-Tage-Arbeitswoche haben, lässt das Finanzamt im Normalfall pauschal etwa 220 Tage zur Ermittlung der Entfernungspauschale gelten.

Für ein Studium gibt es keine solche pauschale Regelung.  Dies hängt vor allem auch damit zusammen, dass sich ein Studienverlauf je nach Studiengang oder Hochschule unterscheidet. Daher ist es für Studenten sinnvoll, exakt zu notieren, an welchen Tagen sie zur Hochschule gefahren sind.

Nimmt ein Student während der Semesterferien an weiteren Seminaren oder Kursen an der Hochschule teil, können auch die Fahrten an diesen Tagen in der Steuererklärung angegeben werden.

Fahrtkosten als vorweggenommene Werbungskosten

Hat ein Student oder ein Auszubildender während seines Erststudiums oder seiner Erstausbildung kein zu versteuerndes Einkommen könnte es sich dennoch lohnen, eine Steuererklärung abzugeben. In dieser Steuererklärung können die Fahrtkosten als vorweggenommene Werbungskosten angesetzt werden und diese in einem Steuerbescheid festgestellt werden. Diese Werbungskosten können dann, wenn ein Einkommen erzielt wird, als Verlustvortrag geltend gemacht werden.

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