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Doppelte Haushaltsführung – zum erforderlichen Auseinanderfallen von Hausstands- und Beschäftigungsort

(Stand: 15.12.2016)

In seinem Urteil vom 16.06.2016 (1 K 3229/14) hat das FG Baden-Württemberg zu dem für eine doppelte Haushaltsführung erforderlichen Auseinanderfallen des Orts des Hausstands und des Beschäftigungsorts folgendes entschieden:

1. Als Beschäftigungsort ist nicht die jeweilige politische Gemeinde zu verstehen, sondern der Bereich, der zu der konkreten Anschrift der Arbeitsstätte noch als Einzugsgebiet anzusehen ist.

2. Ein Arbeitnehmer wohnt bereits dann am Beschäftigungsort, wenn er von seiner Wohnung aus ungeachtet von Gemeinde- und Landesgrenzen seine Arbeitsstätte in zumutbarer Weise täglich aufsuchen kann.

3. Fahrzeiten von bis zu etwa einer Stunde für die einfache Strecke liegen noch in einem zeitlichen Rahmen, in dem es einem Arbeitnehmer zugemutet werden kann, von seinem Hausstand die Arbeitsstätte aufzusuchen.

4. Es kommt nicht darauf an, ob durch die Nutzung einer zweiten Wohnung eine tägliche Fahrzeitverkürzung von mindestens einer Stunde erreicht wird.

Da die Frage, inwieweit Wohnungen als noch zum Beschäftigungsort gehörend anzusehen sind, derzeit ungeklärt und diesbezüglich bereits eine Revision gegen das Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 16.12.2015 (7 K 7366/13) eingelegt ist (BFH-Az.: VI R 2/16), hat das FG die Revision gegen sein Urteil zugelassen.

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