Beiträge eines Profi-Fußballers für eine Sportunfähigkeitsversicherung sind keine Werbungskosten

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Beiträge eines Profi-Fußballers für eine Sportunfähigkeitsversicherung sind keine Werbungskosten

Fußballspiel
Das Finanzamt hat den Abzug der Versicherungsbeträge als Werbungskosten eines professionellen Fußballspielers abgelehnt, da es sich um Sonderausgaben handele. Ebenfalls hat das Finanzgericht Düsseldorf die Klage abgewiesen.

Das Finanzgericht Düsseldorf hat mit Urteil vom 12.01.2021, Az. 10 K 2192/17 E, entschieden, dass Beiträge eines Berufssportlers für eine Sportunfähigkeitsversicherung keine Werbungskosten sind.

Der Kläger ist als professioneller Fußballspieler tätig. Er wollte die Prämien für zwei Sportunfähigkeitsversicherungen von der Steuer absetzen. Seitens der Versicherungen waren Leistungen für den Fall vorgesehen, dass der Kläger infolge einer Krankheit oder eines Unfalls vorübergehend oder dauerhaft seinen Sport nicht mehr ausüben kann. Die Versicherungsbedingungen enthielten keine Beschränkung auf berufsspezifische Krankheits- oder Unfallrisiken. Der Kläger war der Ansicht, dass aufgrund seiner Tätigkeit als Fußballer erhöhte Risiken für seine Gesundheit bestünden und er bei jeder Art von Verletzung oder Erkrankung seinen Beruf nicht mehr in der gewohnten Weise ausüben kann.

Das Finanzamt hat den Abzug der Versicherungsbeiträge als Werbungskosten abgelehnt. Auch das Finanzgericht Düsseldorf hat die hiergegen gerichtete Klage abgewiesen.

Es handelt sich nicht um Werbungskosten, sondern um Sonderausgaben. Daher wirken sich die Versicherungsbeiträge wegen der geltenden Höchstbeträge steuerlich nicht aus. Ebenso wurde ein teilweiser Abzug der Aufwendungen als Werbungskosten abgelehnt. Seitens des Klägers wurden nicht nur berufstypische Risiken abgesichert. Der Versicherungsumfang umfasst auch im privaten Bereich verursachte Unfälle und Erkrankungen. Die Versicherung dient dazu, krankheitsbedingte Einnahmeausfälle auszugleichen. Das Risiko, den Lebensstandard nicht länger durch die eigene Erwerbsfähigkeit aufrechterhalten zu können, gehört zu dem Bereich der privaten Lebensführung.

Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Die Revision zum BFH wurde zur Rechtsfortbildung zugelassen.

(Stand: 10.02.2021)


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