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Steuertipps > Beruf & Ausbildung > Bei einem Briefing-Raum handelt es sich nicht um einen "anderen Arbeitsplatz"

Bei einem Briefing-Raum handelt es sich nicht um einen
"anderen Arbeitsplatz"

(Stand: 05.05.2014)

  • Das FG Münster hat in seinem Urteil vom 02.07.2013, 11 K 4527/11 E entschieden, dass eine als Kabinenchefin tätige Flugbegleiterin eine Auswärtstätigkeit ausübt und sie am Heimatflughafen keine regelmäßige Arbeitsstätte hat. Dabei hat das Gericht zudem klargestellt, dass der sog. Briefing-Raum kein anderer Arbeitsplatz i. S. v. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG ist.
  • Die Steuerpflichtige ist als Kabinenchefin für eine Fluglinie tätig, die ihre technische Basis auf dem Flughafen Frankfurt hat. Im Streitjahr macht sie Aufwendungen für ein 40qm großes häusliches Arbeitszimmer geltend, die die Finanzverwaltung nicht zum Abzug zuließ. Sie stellt dar, dass sie das häusliche Arbeitszimmer für zahlreiche auf ihren Beruf bezogene Tätigkeiten, u.a. die Einsatzplanung und -vorbereitung benötigt. Auch nutzt sie das Arbeitszimmer für ihre eigene Fortbildung und die Beurteilungen ihrer Kollegen, die nach jedem Flug anfallen. So schreibt sie wöchentlich ca. 40 Berichte. Arbeitsvertraglich ist geregelt, dass ihr kein individueller Arbeitsplatz gestellt wird. Vor dem Flug und in Ausnahmefällen auch nach einem Flug werden lediglich geringfügige Vorbereitungen und Teambesprechungen in sog. Briefing-Räumen getroffen.
    Nach Auffassung der Richter bildet ein Briefing-Raum mit Sitzgelegenheit und fahrbarem Tisch keinen „anderen Arbeitsplatz“. Sowohl die hohe Lärmbelästigung als auch der zeitlich sehr beschränkte Zugang zu den Briefing-Räumen verhindert, dass darin in einem angemessenen Umfang Büroarbeiten zu erledigen sind. Die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer sind daher bis maximal 1.250 Euro abziehbar.
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