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Arbeitszimmer bei Pool-Arbeitsplatz im Betrieb

(Stand: 02.12.2013)

In einem aktuellen Verfahren vor dem Finanzgericht Düsseldorf ging es um die Frage, was ein anderer Arbeitsplatz im Sinne der Regelung zum häuslichen Arbeitszimmer ist. Konkret wurden hier die sogenannten Pool-Arbeitsplätze thematisiert.

Diese sind gegeben, wenn Mitarbeiter sich im Betrieb einen Schreibtisch mit anderen Mitarbeitern teilen.

Mit Urteil vom 23.04.2013 hat das Finanzgericht Düsseldorf entschieden, dass ein Pool-Arbeitsplatz grundsätzlich kein anderer Arbeitsplatz im Sinne der Regelung zum häuslichen Arbeitszimmer ist. Im Ergebnis können daher Arbeitszimmerkosten für den heimischen Arbeitsraum bis zu 1.250 EUR als Werbungskosten geltend machen.

Das Gericht begründete seine Auffassung damit, dass ein sogenannter Pool-Arbeitsplatz kein fester Arbeitsplatz ist und dem Arbeitnehmer nicht für sämtliche berufliche Zwecke zur Verfügung stehen kann. Gerade weil dieser Schreibtisch mehreren Mitarbeitern zur Verfügung steht, kann man nicht jederzeit auf einen freien Arbeitsplatz zurückgreifen. Sofern daher sämtliche Schreibtische besetzt sind, haben entsprechende Mitarbeiter keine andere Wahl, als ihre Tätigkeit im häuslichen Arbeitszimmer zu erledigen.

In dem zu entscheidenden Sachverhalt handelte es sich bei dem klagenden Steuerpflichtigen um einen Betriebsprüfer des Finanzamts. Dieser war regelmäßig außer Haus bei den zu prüfenden Steuerpflichtigen tätig und hatte daher im Finanzamt selber keinen festen Arbeitsplatz. Für Arbeiten, die im Finanzamt absolviert werden mussten, standen insgesamt drei Arbeitsplätze zur Verfügung, die sich jedoch acht Betriebsprüfer des Amtes teilen mussten.

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