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Zu starke Einbindung eines Arbeitszimmers in die Privatsphäre gefährdet steuerliche Anerkennung

(Stand: 28.09.2016)

Steuerliche Anerkennung Arbeitszimmer

Auch die relative Größe, die Ausgestaltung sowie die Einrichtung eines Zimmers können die Anerkennung als häusliches Arbeitszimmer gefährden. Im Revisionsverfahren VIII R 24/12 ging es um einen durchaus von der Klägerin beruflich genutzten Raum, welcher der größte in der Wohnung war. Der Raum war ausgestattet mit einem Schreibtisch, einem Flipchart, einem Regal, allerdings auch mit einem langen Tisch mit sechs Stühlen und einem Kachelofen mit umlaufender Bank. Außerdem war von diesem Raum aus der Balkon zugänglich. Die Größe des Raumes, der lange Tisch zusammen mit den sechs Stühlen, der Kachelofen mit Sitzbank sowie der Balkonzugang würden zu einer zu ausgeprägten Einbindung des Raums in die private Sphäre führen, befanden Finanzamt und Finanzgericht. Es sei kaum vorstellbar, dass ein derartiger Raum (nahezu) ausschließlich beruflich genutzt werde, und nicht z.B. auch als Esszimmer oder beim Besuch privater Gäste etc..

Der BFH bestätigte dies mit Urteil vom 22.03.2016 (veröffentlicht am 14.09.2016). Da nach den räumlichen Verhältnissen der Wohnung jedoch letztlich nur der streitgegenständliche Raum mit dem Balkonzugang und dem Kachelofen als Arbeitszimmer in Frage kam, betonten die Richter, dass es auf den Ausschlussgrund der nicht nur untergeordneten privaten Mitbenutzung auch dann ankomme, wenn ein Arbeitszimmer seinem Erscheinungsbild nach dem Typus des häuslichen Arbeitszimmers von vornherein erst gar nicht entspreche.

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